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Chhatrapati Shivaji Terminus

 

Das Bahnhofsgebäude, früher als Victoria Terminus bekannt Der Chhatrapati Shivaji Terminus (bis 1996 Victoria Terminus) ist ein Bahnhof der Indian Railways im Süden Mumbais. Er zählt zu den größten und geschäftigsten Bahnhöfen der Welt und gehört seit 2004 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der britische Architekt Frederick William Stevens erhielt 1878 den Auftrag, ein Bahnhofsgebäude als westliche Endstation für den Fernverkehr von und nach dem damaligen Bombay zu entwerfen. Bei seinen Vorstudien in England ließ er sich vom Bahnhofsgebäude der Londoner St.-Pancras-Station inspirieren, mit dem der Victoria Terminus Ähnlichkeiten aufweist. Als das Gebäude 1888 fertiggestellt war, galt es als das größte und wichtigste Gebäude Britisch-Indiens. Gegen Ende der 1920er-Jahre wurde es erweitert und dient seitdem auch dem Vorortverkehr. Das Gebäude ist im Stil der viktorianischen Neogotik gehalten. Die mit einem Stahl- und Glasdach versehenen Bahnsteige sind ungefähr 200 bis 700 Meter lang. Über dem Haupteingang befindet sich eine ca. 100 Meter hohe, begehbare, achteckige Kuppel, die von einer Rippenkonstruktion getragen wird. Im Innenbereich befinden sich offene Säulengänge. Das Gebäude ist reich mit Steinskulpturen und Reliefs verziert. Auf der Kuppel thront die Skulptur Lady of Progress. Das Bahnhofsgebäude ist eine Verpflechtung britischer Architektur und Baukunst sowie indischer Strukturelemente und Handwerkskunst und in seiner Art architektonisch einzigartig. Es ist zum Symbol der Stadt Mumbai als „Gotische Stadt“ geworden. Täglich passieren mehr als 1000 Züge und etwa drei Millionen Menschen diesen Bahnhof. Damit ist er neben Tokyo Shinjuku nach Fahrgästen einer der verkehrsreichsten Bahnhöfe der Welt. Er wurde zunächst nach der britischen Königin Victoria benannt. Seit 1996 trägt er den Namen des hinduistischen Marathenführers (Chhatrapati, etwa „Schutzherr“) Shivaji.

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