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Die Republik Malta

ist ein europäischer Inselstaat im Mittelmeer. Der maltesische Archipel verteilt sich auf die drei bewohnten Inseln Malta etwa 246 Quadratkilometer, Gozo und Comino sowie einige unbewohnte Kleinstinseln.. Malta war britische Kolonie und wurde am 21. September 1964 unabhängig. Malta ist seit dem 1. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verfügte Malta auch über ein Eisenbahnnetz: 1883 wurde eine Eisenbahnlinie von Valletta nach Mdina eröffnet. Die Eisenbahnlinie wurde im Jahr 1931 aufgrund mangelnder Rentabilität eingestellt. Noch kurzlebiger war die Straßenbahn auf Malta, die Malta Tramways Ltd., sie wurde im Jahre 1905 eröffnet und bereits 1929 in Konkurs, wieder eingestellt. Auf Malta besteht seitdem kein Schienenverkehr. Die Streckenlänge war 11 Km. Spurweite 1000 mm Die Strecke war eingleisig. Strecke Die Strecke verband Valletta und Mdina sowie eine Reihe weiterer Ortschaften miteinander. Die ersten beiden Bahnhöfe, Valletta und Floriana, waren unterirdisch angelegt. Die Strecke stieg über ihre gesamte Länge von rund 11 Kilometern (7Meilen) um 150 Meter (500 Fuß). Die maximale Steigung betrug 25 Promille. Es bestanden 18 niveaugleiche Bahnübergänge, von denen 14 durch Posten gesichert wurden. Der Eisenbahntunnel, der aus der Stadt unter den Festungsbauwerken von Valletta herausführte, diente im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker. Ein erheblicher Teil der Bahntrasse wurde in eine Straße umgewandelt. Einige der Hochbauten stehen heute noch. Lokomotiven Insgesamt wurden für die Bahn im Laufe der Zeit zehn Lokomotiven beschafft. Sie stammten alle von den britischen Herstellern. Es waren mehrheitlich Maschinen mit den Achsfolgen 1'C1' und 1'C2'. Keine der Lokomotiven ist erhalten geblieben. Wagen Die Wagen für die Personenbeförderung bestanden aus Holzaufbauten auf einem Metallrahmen. Die Sitzbänke waren an den Längsseiten der Wagen angeordnet. Bei Betriebsaufgabe waren 34 Personenwagen vorhanden. Ein Wagen dritter Klasse ist erhalten, wurde restauriert und steht heute - nach Vandalismus allerdings noch 2013 in schwer beschädigtem Zustand - neben dem ehemaligen Empfangsgebäude des Bahnhofs Birkirkara. Betrieb Ein Personenzug bestand anfangs in der Regel aus vier oder fünf Wagen. Nachdem stärkere Lokomotiven in Dienst genommen wurden, konnten Züge bis zu zwölf Wagen gefahren werden. Während des Ersten Weltkriegs wurden für den Truppentransport sogar noch längere Züge gebildet, die dann mit zwei Lokomotiven befördert wurden. Die Fahrzeit für die Gesamtstrecke betrug bergauf, ins Landesinnere, 35 Minuten, in Richtung Valletta, also bergab, 30 Minuten. Schon bei Eröffnung bestand ein dichter Fahrplan, der werktäglich 13 Zugpaare über die Gesamtstrecke und zusätzlich je zwei oder drei Zugpaare zwischen Valletta und Attard, Valletta und Birkirkara und Valletta und ?amrun vorsah. Später wurde die Zahl der Fahrten noch erhöht. 1929 verkehrten 24 Zugpaare werktags, feiertags sogar noch mehr. Auf einem der Bilder ist die Einfahrt zum Tunnel zu sehen. Er ist zwischen Fahrstuhl und Kreuzfahrerterminal. Dort befand sich auch der Bahnhof von Valetta. Kurios ist das nach einem Bombenangriff der italienischen Luftwaffe auf Malta 1940 sich Mussolini rühmte, das maltesische Eisenbahnsystem zerstört zu haben – neun Jahre nachdem dessen Betrieb eingestellt worden war. Eine Hafenbahn gab es auch in Valletta die spärlichen Reste sind am Anleger 3 Cities der Fähre Valletta - 3 Cities - Valletta zu sehen. Hier eine alte Dampfmaschine am Kriegsmuseum aus der Zeit der Dampflokomotiven. Technische Daten sind leider nicht vorhanden.

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